Zwischen Meme und Kanon: Die Wahrheit über die „Canopian Catgirls“ in BattleTech
Wer sich durch BattleTech-Foren liest, auf Discord unterwegs ist oder Videos schaut, stolpert unweigerlich über sie: Die berühmt-berüchtigten Canopian Catgirls. In den Memes der Community wird das Magistrat von Canopus gerne als ein glitzerndes Sci-Fi-Paradies dargestellt, in dem modisch gestylte Katzenmenschen BattleMechs steuern und die Vergnügungswelten der Peripherie unsicher machen.
Aber was steckt kanonisch wirklich hinter diesem Mythos? Gibt es im rauen, vom Nachfolgekrieg gezeichneten Universum der Inneren Sphäre tatsächlich Katzenohren? Und wie fügt sich das in die Lore ein?
Das Magistrat von Canopus: Hochburg der Biomedizin
Um zu verstehen, wie das Thema in das Universum passt, hilft ein Blick auf die Besonderheiten des Magistrats. Während in weiten Teilen der Inneren Sphäre technisches und medizinisches Wissen über die Jahrhunderte verloren ging, konnte sich Canopus eine Spitzenstellung in Medizin, Genforschung und Rekonstruktionschirurgie bewahren.
Gleichzeitig ist das Magistrat berühmt für seine Vergnügungsindustrie – allen voran die legendären Pleasure Circuses – und eine hochgradig liberale Gesellschaftskultur. In einer Welt, in der Unterhaltungsdienstleistungen und persönliche Selbstverwirklichung wichtige Wirtschaftsfaktoren sind, hat sich ein florierender Markt für extreme Schönheitsmodifikationen entwickelt.
Keine biologische Rasse, sondern Bio-Modifikation
Der wichtigste Fakt für Lore-Enthusiasten vorweg: Es gibt in BattleTech keine biologische Katzenrasse. BattleTech bleibt ein Universum, in dem außerirdisches intelligentes Leben extrem rar ist und das Geschehen von Menschen dominiert wird.
Bei den Erscheinungen im Magistrat handelt es sich schlichtweg um freie Entscheidungen zur Körpermodifikation:
- Chirurgische Implantate: Künstliche Katzenohren, die am Haaransatz eingepflanzt werden und über Nervenverbindungen teils sogar beweglich sind.
- Biomedizinische Anpassungen: Tätowierte Hautmuster, künstliche Pupillenveränderungen (geschlitzte Katzenaugen) oder Implantate für Schwänze.
- Zielgruppe: Hauptsächlich Performer in der Unterhaltungsbranche, Angestellte im Vergnügungssektor oder wohlhabende Bürger der canopischen Schickeria, die sich solche Eingriffe leisten können.
Verankerung im Regelwerk
Wer das Thema im Tabletop- oder Rollenspielkontext aufgreifen möchte, findet in den offiziellen Regelbüchern – beispielsweise im Classic BattleTech RPG oder in A Time of War – handfeste Entsprechungen. Dort sind diese Anpassungen explizit unter den Abschnitten für Cosmetic Cybernetics und Bio-Modifications gelistet.
Taktische Boni bringen solche Eingriffe im Mech-Cockpit in der Regel zwar nicht, aber für Rollenspiel-Charaktere oder die Hintergrundgeschichte eigener Söldnereinheiten bieten sie eine wunderbare Möglichkeit, den regionalen Flair des Magistrats einzufangen.
Vom Nischen-Lore-Detail zum Internet-Meme
Dass die „Catgirls“ heute so omnipräsent wirken, liegt vor allem am Humor der BattleTech-Community. Der dramatische Kontrast zwischen tonnenschweren, rauchenden Kriegsmaschinen und extremen Schönheitsmodifikationen ist die perfekte Steilvorlage für Internet-Memes. Oft wird dabei überspitzt dargestellt, als bestünde die gesamte Streitmacht des Magistrats aus Katzenmenschen.
Im eigentlichen Lore bleibt es jedoch das, was es ist: ein sehr spezifischer Modetrend innerhalb der Entertainment- und Klinik-Subkultur eines einzelnen Peripherie-Staates.
Als großer Fan des Magistrats habe ich mir da meine eigenes Catgirl gebastelt. So in etwa stelle ich es mir vor. Alle Bilder sind KI generiert



Gruß
Sören

Ich bin Sören Spieckermann, der Kopf hinter mechstrategen. Seit Jahren faszinieren mich taktische Tabletop-Schlachten und die strategische Tiefe von Mechs. Ob schnelle Gefechte in Halo: Flashpoint oder epische Schlachten bei BattleTech Alpha Strike – hier teile ich meine Erfahrungen und Taktiken mit dir. Mein Ziel? Sowohl Einsteigern den Start zu erleichtern als auch alten Hasen neue Impulse für das nächste Match zu geben.



